Mit รผber 100 Aktionen setzten sie ein kraftvolles Zeichen fรผr eine feministische Gesellschaft und gegen Sexismus, Queerfeindlichkeit, Rassismus und soziale Ungleichheit. Das Feministische Streikkollektiv Bern ist รผberwรคltigt von der Breite, Kreativitรคt und Entschlossenheit, die sich heute auf den Strassen, Plรคtzen und in den Quartieren gezeigt
hat.
Der diesjรคhrige feministische Streiktag fand bewusst dezentral statt. In Quartieren, Gemeinden und Regionen trugen Kollektive, Organisationen und Einzelpersonen den feministischen Protest dorthin, wo Menschen leben, arbeiten und ihren Alltag bewรคltigen.
Bereits am Morgen schwangen sich die ersten Personen auf den Sattel und machten ihre Forderungen im รถffentlichen Raum sichtbar. Auf der Bundesterrasse verlas die EKdM (Eidgenรถssische Kommission dini Mueter), begleitet von รผber 100 Mรผtter und Kinderbetreuer*innen, das Mรผttermanifest. Gefordert wurden mehr Zeit, mehr Lohn und mehr
Anerkennung fรผr Care-Arbeit. In Langnau und Biel gingen jeweils mehrere hunderte Menschen an kรคmpferischen Demonstrationen auf die Strasse. Die Aktionen zeigen: Feministische Politik findet nicht nur im Zentrum statt, sondern รผberall dort, wo Menschen sich organisieren und Widerstand leisten.
Auch auf dem Bundesplatz versammelten sich bis in die Nacht tausende Personen. Mit Reden, Musik und Aktionen wurde im Herzen der Schweizer Politik deutlich gemacht: Diskriminierung, Gewalt, Ausbeutung und patriarchale Machtverhรคltnisse werden nicht
akzeptiert. Solange Ungleichheit politische und gesellschaftliche Realitรคt ist, wird sich die feministische Bewegung organisieren, Widerstand leisten und Druck aufbauen.
JA zu Vielfalt โ Nein zur menschenverachtenden SVP-Politik
Das Feministische Streikkollektiv Bern freut sich รผber die deutliche Abfuhr, die der SVP Chaos-Initiative erteilt wurde. Die stimmberechtigte Bevรถlkerung hat gezeigt, dass sie die Angstmacherei und Ausgrenzungspolitik der SVP ablehnt. Gemeinsam mit den zehntausenden Menschen, die heute in der ganzen Schweiz fรผr eine
feministische Gesellschaft auf die Strasse gegangen sind, sendet das Abstimmungsresultat eine klare Botschaft: Wir stehen fรผr Solidaritรคt statt Spaltung, fรผr Vielfalt statt Abschottung und fรผr eine Gesellschaft, in der alle Menschen Platz haben.
Der Kampf geht weiter: Aufruf zum feministischen Care-Streik 2027
Der feministische Streiktag 2026 hat erneut gezeigt, dass gesellschaftlicher Wandel dort entsteht, wo Menschen sich organisieren, fรผreinander einstehen und gemeinsam sichtbar werden. Diese Kraft reicht weit รผber den heutigen Tag hinaus.
Deshalb ruft das Feministische Streikkollektiv Bern zum Care-Streik am 14. Juni 2027 auf. Care-Arbeit hรคlt diese Gesellschaft am Laufen, wird aber noch immer systematisch unsichtbar gemacht, unterbezahlt oder nicht als Arbeit anerkannt. Deshalb werden wir am Juni 2027 streiken โ in bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit โ um sichtbar zu machen, was sonst als selbstverstรคndlich gilt: Ohne Care-Arbeit steht alles still.
Kontakt
Feministisches Streikkollektiv Bern
Instagram: @fem.streikkollektiv.bern



