Kategorie: Allgemein

  • Ja zu AHVx13! Ja zu einer AHV, die zum Leben reicht!

    Ja zur 13. AHV-Rente = Ja zu einem Leben im Alter in Würde für alle!

    Heute reicht die Rente nicht mehr zum Leben. Die AHV-Renten sind in den letzten Jahren trotz starker Teuerung kaum gestiegen. Die Initiative will darum die AHV-Rente um 8,33 Prozent anheben und so die Teuerung auch für Rentner:innen ausgleichen. 8,33 Prozent entsprechen einer 13. Monatsrente. 


    Ja zur 13. AHV-Rente = Frauen werden besser gestellt! 

    Eine 13. AHV-Rente bringt Frauen am meisten! Denn die Armut in der Schweiz ist weiblich. Ein Drittel aller Frauen hat im Alter nur die AHV und keine Pensionskasserente (PK). Beide Renten zusammen liegen bei Frauen ein Drittel tiefer als bei den Männern. Kommt dazu, dass gratis Familien- und Betreuungsarbeit nur in der AHV mit den Erziehungs- und Betreuungsgutschriften angerechnet wird. Die Pensionskassen dagegen stützen sich auf Löhne ab und es werden nur Jahreslöhne über 22’050 Franken berücksichtigt. Aus diesen Gründen sind viele Frauen trotz lebenslanger Arbeit auf Ergänzungsleistungen (EL) angewiesen. Die Initiative stellt sicher, dass die EL nebst der 13. AHV-Rente in bisheriger Höhe ausbezahlt wird. Eine AHV, die zum Leben reicht, ist vor allem gegenüber den Frauen eine Frage des Respekts. 


    Ja zur 13. AHV-Rente, denn das Geld ist da!

    Derzeit liegen im AHV-Fonds 50 Milliarden Franken an Reserven – so viel wie noch nie! Weil die Frauen neu bis 65 Jahre arbeiten müssen, häuft sich das Geld an: Bis 2033 werden es laut Bundesamt für Sozialversicherungen 63 Milliarden Franken sein. Wir können uns eine 13. AHV-Rente leisten! Die AHV ist dank Umlageverfahren die stabilste Sozialversicherung und musste im Gegensatz zu etlichen Pensionskassen noch nie «gerettet» werden. 


    Ja zur 13. AHV-Rente = Ja zur Solidarität!

    Die AHV ist das solidarischste Sozialwerk der Schweiz: Die reichsten 8 Prozent finanzieren die Renten der anderen 92 Prozent mit. Warum? Weil die Lohnabzüge (in Prozent) für alle gleich hoch sind; hohe Löhne spülen hohe Beiträge in die AHV-Kasse. Und weil es zugleich eine Maximalrente gibt. Heisst: Egal, wie viel jemand eingezahlt hat, mehr als das Maximum gibt es nicht. Das ärgert die Grossverdiener:innen und Aktionär:innen (auch Dividenden unterstehen der AHV), denn sie erhalten weit weniger Rente als sie eingezahlt haben. 


    JA zur 13. AHV = Ja zum Generationenvertrag!

    Die AHV-Renten der «Alten» werden von den Arbeitnehmenden, den «Jungen», und den Arbeitgebenden finanziert. Dieses Umlageverfahren ist der Generationenvertrag der AHV. Dieser gilt heute zwischen den «Jungen» und ihren Grosseltern und Eltern und er gilt morgen und übermorgen für die heutigen «Jungen», die dann Eltern und Grosseltern sind. Die AHV spielt nicht die «Jungen» gegen die «Alten» aus, im Gegenteil: Die AHV stärkt den Zusammenhalt zwischen den Generationen! 


    JA zur 13. AHV = Ja zur Stärkung aller im Alter!

    Wer ein Leben lang gearbeitet hat, hat ein Recht auf ein Alter in Würde. Die Bundesverfassung schreibt vor, dass die Renten den «Existenzbedarf angemessen decken». Diese Vorschrift wird längst nicht mehr eingehalten. Mit den steigenden Lebensmittelpreisen, Mieten und Krankenkassenprämien verschlimmert sich heute die Lage vieler Rentner:innen. Ja, auch die Reichen werden mit der Initiative eine 13. AHV-Rente erhalten, obwohl sie das gar nicht nötig haben. Das kann als stossend erachtet werden. Aber lieber erhalten einige wenige zu viel, als dass die vielen, die eine 13. AHV-Rente wirklich dringend brauchen, nicht genug Geld für ein Alter in Würde erhalten!


    Ja zur 13. AHV-Rente = Nein zu einem weiteren Abbau bei den Renten!

    Noch letzten Herbst war den Frauen bei der AHV21-Abstimmung (Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre) versprochen worden, dass sie damit mehr Rente haben würden. Jetzt passiert das Gegenteil: Der Bundesrat will die Rentenzuschläge für die Frauen der sogenannten Übergangsgeneration der AHV21 noch nicht einmal an die Teuerung anpassen. Zudem will er die Witwenrenten zusammenstreichen. Und die nächste Rentenreform, die BVG21, will, dass wir alle deutlich mehr in die Pensionskassen einzahlen (höhere Lohnabzüge); gleichzeitig sollen die PK-Renten für alle stark sinken (Senkung des Umwandlungssatzes). Über diese Verschlechterungen stimmen wir noch diesen Sommer oder Herbst ab.


    Nein zu Rentenalter 66, 67, 68, … 71! Nein zur unsozialen Initiative zur Erhöhung des Rentenalters auf 66 Jahre und mehr!

    Die Junge FDP verlangt eine Rentenaltererhöhung für alle. Bis 2033 soll das Rentenalter Schritt für Schritt auf 66 Jahre steigen, danach soll es an die Lebenserwartung geknüpft werden. Darum muss die heutige Jugend damit rechnen, dass sie bis 70 Jahre oder länger arbeiten muss. Das heutige Drei-Säulen-Modell (AHV, berufliche Vorsorge und private dritte Säule) wurde 1972 eingeführt. Wäre damals das Rentenalter an die Lebenserwartung geknüpft worden, müssten wir heute bis 71 arbeiten. Die Junge FDP behauptet völlig faktenfrei, dass dies nötig sei, weil sonst die AHV ruiniert werde. Als «Beweis» führt sie unrealistische Rechnungen an, die das Bild der AHV-Finanzen rabenschwarz malen. Um die AHV zu «retten», müsse das Rentenalter für alle steigen, redet die Junge FDP dem Stimmvolk ein. Wirklich für alle? Wer es sich leisten kann, geht schon heute früher in Pension. Eine Rentenaltererhöhung trifft deshalb Menschen mit tiefen Löhne, die sich keine Frühpension leisten können. Weil sie bis 65 Jahre arbeiten müssen, haben diese Menschen auch eine tiefere Lebenserwartung. Darum: Nein zur unsozialen Rentenaltererhöhung!


    Du möchtest weitere Informationen?

    Dann besuche die Website des Initativkomitees der 13. AHV-Rente, oder sieh dir Forderungen und Manifest des Frauenbündnisses an.


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  • Medienmitteilung: 50’000 demonstrieren in Bern für Gleichstellung.

    Medienmitteilung – Feministischer Streik 2023

    Bern, 14. Juni 2023

    Foto: Paola Ferro

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    Genug! Basta! Ça suffit ! – 50`000 demonstrieren in Bern für Gleichstellung

    Am Mittwochabend sind in Bern 50`000 Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, non-binäre, trans, agender und queere Menschen (FLINTAQ) für die Gleichstellung auf die Strasse gegangen. Dabei bildete die Demonstration am Abend den Höhepunkt des feministischen Streiktags 2023, zu dem nebst dem feministischen Streikkollektiv Bern auch die Gewerkschaften und andere Organisationen aufgerufen haben. Den Tag über war Bern in violett getaucht: Auf dem Bundesplatz und in der ganzen Stadt fanden dutzende Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen unter dem Motto «Genug! Basta! Ça suffit !» statt.

    FLINTAQ Personen kämpften auch am diesjährigen Streik für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit oder für eine Rentenreform, die auch Frauen ein Altern in Würde erlaubt. Es braucht den Druck der Strasse für Fortschritte – «Wir wollen ein Gleichstellungsgesetz, das beisst!», sagt Daniela Karst vom feministischen Streikkollektiv Bern. Bereits kurz nach Mittag forderten rund 1’000 Streikende an einer feministischen Landsgemeinde auf dem Bundesplatz lautstark von Politik und Gesellschaft gleiche Rechte für alle, während unterdessen im Innern des Bundeshauses das Parlament tagte.

    Tausende am Kinderwagen-Umzug

    Am Vormittag hat die Gruppe Migration des feministischen Streikkollektivs Bern dem Stadtrat eine Partizipationsmotion überreicht, die verlangt, dass Migrant:innen durch gezielte Weiterbildung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Am Nachmittag zogen dann rund 4’000 Mütter, Grossmütter und Kinderbetreuer*innen mitsamt Kindern und Kinderwagen durch die Altstadt Berns und verlangten Geld und Zeit für gute Kinderbetreuung. Bei dem von der «Eidgenössischen Kommission Dini Mueter» (EKdM) organisierten Umzug forderten die Teilnehmenden unter anderem die Einführung einer Elternzeit von mindestens einem Jahr und bessere Arbeitsbedingungen für Angestellte in Kitas und Tagesschulen.

    Stopp Gewalt!

    Vor dem Start der Demonstration am Abend setzte die feministische Intervention „Un violador en tu camino“ (ein Vergewaltiger auf deinem Weg) von der Gruppe „Las Tesis“ ein kämpferisches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt, Rape Culture und gegen das Patriarchat. Seit Beginn des Jahres wurden bereits elf Frauen in der Schweiz Opfer eines Femizids. Dies ist ein Skandal! Ein Skandal ist auch, dass die geschlechtsspezifische, sexualisierte und häusliche Gewalt seit Jahren zunimmt. Die Streikenden in Bern forderten genug Geld für Aufklärung, Prävention, Schutz und Hilfe für gewaltbetroffene FLINTAQ und ihre Kinder. Die Politik muss die Istanbul-Konvention, die die Schweiz schon vor sechs Jahren ratifiziert hat, nun endlich umsetzen.

    60’000 Teilnehmende insgesamt

    In der ganzen Stadt Bern fanden am Streiktag rund 50 Veranstaltungen statt – auf Strassen und Plätzen, in Betrieben und Kirchen. Die insgesamt 60’000 Streikenden tagsüber und am Abend färbten Bern auch an diesem 14. Juni violett. Neben Bern gab es Demonstrationen in weiteren 19 Städten der Schweiz. Die feministische Bewegung hat sich damit inzwischen zu einer der grössten nicht- parlamentarischen Opposition entwickelt.

    Weitere Auskünfte

    medien@frauen-streiken.ch

  • Medienmitteilung: 800 Streikende fordern an der feministischen Landsgemeinde Gleichstellung subito!

    Medienmitteilung: 800 Streikende fordern an der feministischen Landsgemeinde Gleichstellung subito!

    Medienmitteilung – 14. Juni 2023 – feministischer Streik 2023

    In Bern haben am Mittwoch 800 Streikende an der feministischen Landsgemeinde auf dem Bundesplatz ihre Forderungen gestellt. Die Versammelten schworen «so lange für die Gleichstellung aller Menschen in diesem Land zu kämpfen, bis diese erreicht ist.» Auch Politiker*innen nahmen an der symbolischen Aktion teil, darunter Parlamentarier*innen verschiedener Parteien.  

    Die Landsgemeinde begann mit einem feierlichen Einzug der Moderatorinnen und der Schreiberin. Nach dem feministischen Schwur mit emporgereckter linker Faust verabschiedeten die Beteiligten jeweils mit grosser Mehrheit sechs Forderungen. Es sind dies:

    • Ja zu gleichem Lohn für gleiche Arbeit und zu einem Gleichstellungsgesetz, das Verstösse bestraft
    • Ja zu einer 13. AHV-Rente und Nein zur Scheinreform der Berufsvorsorge, damit die Rente den Existenzbedarf deckt und die Lebenshaltung sicherstellt
    • Ja zu mehr Zeit und Geld für Sorgearbeit und zu einer Elternzeit von einem Jahr
    • Ja zu einem Grundrecht auf Einbürgerung bei der Geburt oder nach fünf Jahren Aufenthalt
    • Ja zu genügend Geld für Aufklärung, Prävention, Schutz und Hilfe für gewaltbetroffene FLINTAQ und ihre Kinder
    • Ja zur Einführung eines dritten Geschlechts im Personenstandsregister.

    Bei jeder Abstimmung wurde der Bundesplatz durch die emporgehobenen Stimmkarten ganz und gar violett.

    Das grosse Interesse an der Aktion freute die Organisator*innen des feministischen Streikkollektivs Bern. «Wir haben 500 Stimmkarten drucken lassen. Doch diese reichten bei Weitem nicht», sagte Olivia Borer vom Streikkollektiv Bern. Abstimmen konnten FLINTAQs – also Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, non-binäre, trans und agender Personen und Queers mit oder ohne Schweizer Pass und jeglichen Alters. «Die starke Beteiligung von Menschen ohne Schweizer Pass zeigt, wie gross ihr Interesse ist mitzubestimmen in unserer gemeinsamen Heimat», sagte Emine Sariaslan von der Gruppe Migration des Streikkollektivs Bern.

    50 Aktionen und Veranstaltungen

    Der Streiktag startete bereits am Vormittag mit den ersten der insgesamt 50 Aktionen und Veranstaltungen. Unter anderem übergab die Gruppe Migration dem Stadtrat eine Partizipationsmotion, die verlangt, dass Migrant*innen durch gezielte Weiterbildung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Über Mittag trafen sich die Streikenden zum Picknick an verschiedenen Orten in der Stadt Bern. Auf dem Bundesplatz konnten sich Interessierte an Ständen über feministische Themen informieren, bei Aktionen mitmachen, Bullshitsätze demontieren oder sich bei lebenden Büchern über Care-Arbeit austauschen.

    Die Demo am Abend wird laut Ab 15 Uhr zieht der Kinderwagenumzug der Mütter, Grossmütter und Kinderbetreuer*innen mitsamt den Kindern durch die Stadt. Als weiterer Höhepunkt des Streiktages startet um 17.30 Uhr die Demonstration von der Schützenmatte. Diese wird auf dem Bundesplatz enden, wo Schlusskundgebungen und Konzerte stattfinden. Die Botschaft der Streikenden lautet: Genug, basta, ça suffit

    Weitere Auskünfte: medien@frauen-streiken.ch

    Das Programm des Streiktags 2023 und Bilder finden Sie unter: www.frauen-streiken.ch

    Klicken Sie hier um die Medienmitteilung herunterzuladen: Medienmitteilung feministischer Streik 14. Juni 2023

  • Reden vom Feministischen Streik 23

    Hier findet ihr alle 13 Reden vom Feministischen Streik 2023 als PDF zum durchlesen und herunterladen. Heraus zum Streik!

  • Der Bund, Artikel: Es braucht Druck von der Strasse – immer noch

    Eine Momentaufnahme während der Aktionen auf dem Bundesplatz, Waisenhausplatz und Bahnhofplatz am Frauenstreiktag vom 14. Juni 2021.
    Foto: Nicole Philipp

    Erneut legen Frauen in der Schweiz die Arbeit nieder, um für ihre Gleichstellung zu kämpfen. Es geht ihnen darum, wichtige politische Anliegen durchzusetzen, inmitten eines Backlashs.

  • Medienmitteilung: Genug, basta, ça suffit! Wir streiken heute!

    Medienmitteilung: Genug, basta, ça suffit! Wir streiken heute!

    Medienmitteilung – 14. Juni 2023 – feministischer Streik 2023

    Genug, basta, ça suffit! In Bern finden am feministischen Streik 2023 heute Mittwoch rund 50 Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen statt. So versammeln sich Frauen und genderqueere Menschen kurz nach dem Mittag zu einer feministischen Landsgemeinde auf dem Bundesplatz. Danach zieht ein Kinderwagenumzug für mehr Zeit und Geld für gute Kinderbetreuung durch die Altstadt. Eine grosse Demonstration von der Schützenmatte auf den Bundesplatz wird am Abend Zeit, Respekt, anständige Löhne und Renten, sowie ein Ende der Gewalt gegen FLINTAQ einfordern.

    Seit dem grossen Frauenstreik von 2019 hat sich die Wirtschaftslage von FLINTAQ (Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binären, trans, agender und queeren Menschen) verschlechtert. Die starke Erhöhung der Krankenkassenprämien und die Inflation haben die Armut noch verschärft, die ihrerseits durch Lohnungleichheit, tiefe Löhne in Frauenberufen und gratis Familien- und Betreuungsarbeit verursacht wird. Um die Lohnungleichheit zu beseitigen, braucht es darum ein Gleichstellungsgesetz, das beisst!

    Zudem werden die Streikenden die Politik daran erinnern, dass sie mit der BVG 21-Revision, die jetzt vorliegt, ihr Versprechen klar gebrochen hat: Vor der AHV-21-Abstimmung hat die Politik versprochen, die Lage von Frauen – die im Schnitt eine Rentenlücke von rund 35 Prozent aufweisen – zu verbessern. Mit BVG 21 wird sich im Gegenteil die Lage für alle, auch für die Männer, verschlechtern.

    Die Renten sind eines unter anderen Themen der feministischen Landsgemeinde, die um 13:33 Uhr auf dem Bundesplatz stattfindet. Aufgerufen zur Teilnahme an der Aktion auf dem Bundesplatz sind FLINTAQs mit oder ohne Schweizer Pass jeglichen Alters. Am Kinderwagenumzug am Nachmittag werden dann Grossmütter, Tagesmütter und Kita-Mitarbeiter*innen gemeinsam mit den Kindern für ihre Forderungen auf die Strasse gehen.

    Demonstration am Abend

    FLINTAQ treiben am Streiktag noch weitere Missstände auf die Strasse: Alleine 2023 wurden bislang elf Frauen Opfer eines Femizids. Die Schweiz unternimmt nach wie vor viel zu wenig, um geschlechtsspezifische, sexualisierte und häusliche Gewalt zu stoppen. Ein Ende haben muss zudem Rassismus und jegliche Arten von Diskriminierungen. Weiters werden die Streikenden verlangen, dass Abtreibungen in der Schweiz endlich entkriminalisiert werden. Um 17:30 Uhr startet als Höhepunkt des 14. Juni die Demonstration von der Schützenmatte. Diese wird auf dem Bundesplatz enden, wo Schlusskundgebungen und Konzerte stattfinden.

    Weitere Auskünfte: medien@frauen-streiken.ch

    Das Programm des Streiktags 2023 und Bilder finden Sie unter: www.frauen-streiken.ch

    Klicken Sie hier um die Medienmitteilung herunterzuladen: Medienmitteilung feministischer Streik 14. Juni 2023

  • Streikaufruf 23 in 17 Sprachen

    Hier könnt ihr euch den Streikaufruf zum Feministischen Streik 2023 in 17 verschiedenen Sprachen ansehen, durchlesen und herunterladen. Heraus zum Streik!

  • SVP verhöhnt via «20 Minuten» vergewaltigte Menschen

    Replik auf «Missbrauch des Bundesplatzes» – Extrabewilligung für Frauen sorgt für rote Köpfe»

    Medienmitteilung, 5. Juni 2023

    Mit Befremden nimmt das feministische Streikkollektiv Bern die Äusserungen eines SVP-Nationalrats zum geplanten feministischen Streik am 14. Juni auf dem Bundesplatz in der Zeitung «20 Minuten» von heute Montag, 5. Juni, zur Kenntnis. Es nimmt dazu wie folgt Stellung:

    Es ist mehr als stillos, dass SVP-Nationalrat Christian Imark im Artikel von «Vergewaltigung» und «Missbrauch» des Bundesplatzes im Zusammenhang mit dem geplanten feministischen Streik spricht. Dies ist ein Schlag ins Gesicht für all jene Menschen, die sexualisierte Gewalt erlitten haben. Laut einer Umfrage von Amnesty International von 2019 (mit gfs.Bern) entspricht die Anzahl Vergewaltigte in der Schweiz in etwa der Bevölkerung der Stadt Zürich. Herr Imark verhöhnt mit seinen Provokationen und Entgleisungen die Opfer sexualisierter Gewalt.

    Frauenstreik 2019 tagsüber auf dem Bundesplatz

    Bereits 2019 fand am 14. Juni auf dem Bundesplatz während der Session der Frauenstreik statt, und zwar während des ganzen Tages. Dabei gab es auf einer grossen Bühne ein Programm mit Reden, Performances und Musik, das mit Lautsprechern verstärkt worden war. Es waren 2019 bereits am Nachmittag geschätzte 40’000 Leute auf dem Bundesplatz. Es erstaunt daher, dass so getan wird, als wäre ein Frauenstreik oder ein feministischer Streik auf dem Bundesplatz während der Session etwas Neues. Neu ist nur, dass das Reglement für den Bundesplatz angepasst wurde. Das Kollektiv bemüht sich, die Auflagen zu befolgen und hat das Programm am Tag entsprechend «ruhig» gestaltet.

    Das Kollektiv hat auch keine «Extrabewilligung» erhalten, sondern eine Bewilligung im Rahmen des Kundgebungsreglements von 2016 für den Bundesplatz, das öffentlich einsehbar ist, auch für Parlamentsmitglieder. Als solches müsste Nationalrat Imark bekannt sein, dass die Stadt ihre Bewilligungen zum Bundesplatz in Abstimmung mit den Parlamentsdiensten der Eidg. Räte erteilt.

    Die SVP selbst war 2011 mit dem Versuch gescheitert, auf dem Bundesplatz eine Wahlkampfveranstaltung kurz von den nationalen Wahlen durchzuführen. Das Gesuch der Partei war abgelehnt worden. Seitdem liegt die SVP mit der Stadt Bern über Kreuz in Sachen Bundesplatz. Dies ist ein Konflikt dieser Partei mit der Stadt. Das feministische Streikkollektiv verwahrt sich dagegen, von der SVP für ihre Zwecke instrumentalisiert zu werden.

    Auch die bürgerlichen Parteien sind eingeladen

    Das feministische Streikkollektiv Bern ist ein 2018 gegründeter, gemeinnütziger Verein, der Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binären, trans, agender und queeren Menschen (FLINTAQ) offen steht. Der Verein ist keine Partei und agiert parteiunabhängig. Er organisiert unter anderem das Programm am 14. Juni auf dem Bundesplatz, an dem sich verschiedene Organisationen beteiligen. Es sind alle eingeladen mitzumachen, die sich für die Gleichstellung einsetzen, auch Vertreter:innen der bürgerlichen Parteien sowie der SVP.

    Weitere Auskünfte: medien@frauen-streiken.ch

  • Und die Cis-Männer am feministischen Streik?

    Cis-Männer können am feministischen Streik am 14. Juni selbstverständlich teilnehmen. Allerdings sollen die Cis-Männer den FLINTAQs am 14. Juni den Vortritt lassen und sich eher im Hintergrund halten und z. B. nur gegen Ende des Demozuges mitlaufen.

    Solidarische Männer können am 14. Juni Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, non-binären, trans, agender und queeren Menschen auch unterstützen, indem sie in ihrem Umfeld die Teilnahme am Streiktag ermöglichen und z.B. die Kinderbetreuung zu Hause oder eine Schicht auf der Arbeit übernehmen.

    Cis-Männer können den feministischen Streik auch ganz direkt am 14. Juni selbst unterstützen, so beim Transport oder beim Auf- und Abbau. Wer Lust hat mitzuhelfen, meldet sich bei der Soligruppe des feministischen Streikkollektivs Bern unter: soligruppebern@immerda.ch.

    Gemeinsam verändern wir die Gesellschaft!

  • Deine Packliste für den 14. Juni

    Der feministische Streik am 14. Juni  2023 in Bern findet an vielen Orten statt und dauert vom Mittag bis um 22 Uhr. Der feministische Streik wird dir Kraft und Schwung geben, um weiter für die Gleichstellung von Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, non-binären, trans, agender und queeren Menschen (FLINTAQ) einzustehen und zu kämpfen. Doch der Streiktag ist lang und protestieren, sich beteiligen und auseinandersetzen, diskutieren, alte Freund:innen treffen und neue Freundschaften schliessen, feiern und tanzen… Dies ist auch anstrengend!  

    Damit du fit bleibst und den Tag geniessen kannst, hier eine kleine Packliste für den Streiktag:

    • Dem Wetter angepasste Kleidung: bei sonnigem Wetter Sonnenbrille, Sonnencrème und Sonnenhut; bei Regenwetter einen Regenschutz.
    • Bequeme Schuhe mit guten Sohlen
    • Genügend Wasser trinken! Bring eventuell deine Trinkflasche mit.
    • Snacks und Traubenzucker, um rasch Energie zu tanken.
    • ID / persönlicher Ausweis
    • Kleingeld: Auf dem Bundesplatz gibt es feines Essen zu kaufen.
    • Wenn du hast: dein Demoschild oder Transpi. Oder wenn du magst, kannst du auch eines an der Transpi-Werkstatt von 12.30 bis 17.00 Uhr auf dem Bundesplatz basteln.