Medienmitteilung – 14. Juni 2023 – feministischer Streik 2023
Genug, basta, รงa suffit! In Bern finden am feministischen Streik 2023 heute Mittwoch rund 50 Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen statt. So versammeln sich Frauen und genderqueere Menschen kurz nach dem Mittag zu einer feministischen Landsgemeinde auf dem Bundesplatz. Danach zieht ein Kinderwagenumzug fรผr mehr Zeit und Geld fรผr gute Kinderbetreuung durch die Altstadt. Eine grosse Demonstration von der Schรผtzenmatte auf den Bundesplatz wird am Abend Zeit, Respekt, anstรคndige Lรถhne und Renten, sowie ein Ende der Gewalt gegen FLINTAQ einfordern.
Seit dem grossen Frauenstreik von 2019 hat sich die Wirtschaftslage von FLINTAQ (Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binรคren, trans, agender und queeren Menschen) verschlechtert. Die starke Erhรถhung der Krankenkassenprรคmien und die Inflation haben die Armut noch verschรคrft, die ihrerseits durch Lohnungleichheit, tiefe Lรถhne in Frauenberufen und gratis Familien- und Betreuungsarbeit verursacht wird. Um die Lohnungleichheit zu beseitigen, braucht es darum ein Gleichstellungsgesetz, das beisst!
Zudem werden die Streikenden die Politik daran erinnern, dass sie mit der BVG 21-Revision, die jetzt vorliegt, ihr Versprechen klar gebrochen hat: Vor der AHV-21-Abstimmung hat die Politik versprochen, die Lage von Frauen โ die im Schnitt eine Rentenlรผcke von rund 35 Prozent aufweisen โ zu verbessern. Mit BVG 21 wird sich im Gegenteil die Lage fรผr alle, auch fรผr die Mรคnner, verschlechtern.
Die Renten sind eines unter anderen Themen der feministischen Landsgemeinde, die um 13:33 Uhr auf dem Bundesplatz stattfindet. Aufgerufen zur Teilnahme an der Aktion auf dem Bundesplatz sind FLINTAQs mit oder ohne Schweizer Pass jeglichen Alters. Am Kinderwagenumzug am Nachmittag werden dann Grossmรผtter, Tagesmรผtter und Kita-Mitarbeiter*innen gemeinsam mit den Kindern fรผr ihre Forderungen auf die Strasse gehen.
Demonstration am Abend
FLINTAQ treiben am Streiktag noch weitere Missstรคnde auf die Strasse: Alleine 2023 wurden bislang elf Frauen Opfer eines Femizids. Die Schweiz unternimmt nach wie vor viel zu wenig, um geschlechtsspezifische, sexualisierte und hรคusliche Gewalt zu stoppen. Ein Ende haben muss zudem Rassismus und jegliche Arten von Diskriminierungen. Weiters werden die Streikenden verlangen, dass Abtreibungen in der Schweiz endlich entkriminalisiert werden. Um 17:30 Uhr startet als Hรถhepunkt des 14. Juni die Demonstration von der Schรผtzenmatte. Diese wird auf dem Bundesplatz enden, wo Schlusskundgebungen und Konzerte stattfinden.
Weitere Auskรผnfte: medien@frauen-streiken.ch
Das Programm des Streiktags 2023 und Bilder finden Sie unter: www.frauen-streiken.ch
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